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Musik  von Lucy Diakovska

Quelle: Cineastentreff Musik Kritik: Lucylicious The Other Side


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Balkan Pop-Rock von Lucy Diakovska

(illu:) „The Other Side“ heißt das erste Soloalbum von Ludmila (Spitzname: Lucy) Diakovska, das im September 2005 erschienen ist. Was ist mit diesem Titel gemeint? Die „andere Seite“ als selbständige Künstlerin? Oder spielt die No Angels-Sängerin auf ihre bulgarischen Wurzeln und ihre Balkan-Mentalität an? Als das Album erscheint, verändert sich gerade viel im Leben von Lucy Diakovska. Mit dem neuen Nickname „Lucylicious“ (ein Wortspiel, das an delicious erinnern soll) soll der Imagewechsel, der auch den Wechsel zum Label edel records dokumentiert ist, augenfällig werden: Die neue musikalische Ausrichtung von Lucy Diakovska ist Rock.

 

Sie will raus aus der No Angels-Schublade. Lucy wird bei dem TV-Sender Viva Jurymitglied einer Karaoke-Sendung, tritt in mehreren TV-Shows wie etwa „Stars On Ice“ auf (sie belegt den dritten Platz), kocht „Das perfekte Promi-Dinner“ u.v.m. Die erste Solo-Single von Lucy Diakovska heißt „Where“ und wird in dem Film „Zwei Brüder“ von Jean-Jacques Annaud gespielt. Der Film floppt, doch das bremst die junge, experimentierfreudige Musikerin nicht. Auch während ihrer Zeit bei den No Angels schrieb die gebürtige Bulgarin bereits eigene Lieder.

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Für „Lucylicious“ erhält Lucy Diakovska Unterstützung von Armin Rühl (Schlagzeug) und Alfred Kritzler (Klavier & Keyboard), zwei Mitgliedern der Grönemeyer-Band, die mit ihr das Albums im Studio einspielten. Stephan Ulmann, Co-Produzent von „The Other Side“ ist mit Gitarre und Bass dabei. Es entstehen elf Songs, die Rock und Pop mit einer originellen Mischung aus Ethnoklängen kombinieren. Akkordeon und Streicher erklingen neben Gypsy-Gitarre und Frauenchor.

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Es gibt sentimentale Titel wie „Love Me“ oder „Lifetime“, aber auch „Balkan Pop goes Spain“ steht auf der Tracklist. Lucys neuer Musikstil lässt sich vielleicht als Balkan Pop Rock bezeichnen. Aber manchmal scheint noch der Einfluss des weichgespülten Girlie-Pop á la No Angels durch, von dem sich die Bulgarin absetzen will. Gut machen sich die Ethnoklänge auf „The Other Side“, daneben sind aber doch einige Melodien recht wenig aufregend. Die Texte wirken sehr persönlich, es geht um Liebe, Schmerz, Enttäuschung, Hoffnung, das Allzumenschliche eben. Insgesamt macht „The Other Side“ keinen wirklich umwerfenden Eindruck, doch als erster Versuch, sich künstlerisch zu emanzipieren, ist das Album gelungen.

 

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